Marienkirche in Altkalen

Die Kirche in Altkalen - Foto: © Christian Pagenkopf
Foto: © Christian Pagenkopf

Sehenswert sind in der Marienkirche (Backsteinkirche von 1244) die bedeutenden Wand- und Deckenmalereien aus dem 13. Jahrhundert.

Der Abt des Klosters Dargun erhielt 1232 das Patronatsrecht über die Kirche in Altkalen. In Kalen gab es eine wendische Burg und auch eine Burgkapelle. Kalen lag an der "via regia", einer wichtigen Handelsstraße. 1253 verlieh Fürst Borwin III. der jungen Stadt das lübische Recht. Bald danach begann man mit dem Bau einer neuen Kirche, die heute noch steht. Besonders sehenswert sind die wieder entdeckten und restaurierten Malereien im Gewölbe.

Die Gemeinde Altkalen liegt in einem hügeligen Gebiet nahe der Peenequelle zwischen den Kleinstädten Gnoien, Dargun und Neukalen. Der Kummerower See und die Mecklenburgische Schweiz sind ca. 10 km entfernt. Die abwechslungsreiche Landschaft wird zudem von kleinen Seen (Neu Pannekower- und Pfarrsee) sowie über 4000 Jahre alten Hünengräbern (im Lüchower Wald und im Postmoor) geprägt. Die höchste Erhebung liegt mit 46 m ü. NN zwischen Altkalen und dem Ortsteil Damm.

Kalen wird erstmals in einer Urkunde von 1174 erwähnt. Die Bezeichnung 'Kalen' ist slawischen Ursprungs und bedeutet "Sumpf", "Morast". 1232 verleiht Bischof Conrad von Camin dem Abt Thietmar von Dargun das Patronat über die Kirche. Kalen erhält Stadtrecht. Nach 1236 wurde der Ort Kalen, auch 'Kaland' (heute Altkalen), an der Handelsstraße von Stettin nach Rostock gelegen, von Fürst Heinrich Borwin III. zu Rostock als Stadt mit einer starken Befestigung ausgebaut. Die neue Stadt bekam Ländereien. Doch schon 1281 wird dem Ort das Stadtrecht entzogen. Fürst Waldemar von Rostock gründet etwa zehn Kilometer südlich bei dem Ort Bugelmast an einem strategisch viel wichtigeren Platz den Ort Neukalen und überträgt das Stadtrecht. Das alte Kalen wurde wieder zu einem Dorf, zu Altkalen.

Quelle: Wikipedia / Kirchgemeinde Altkalen